Ein Traum an der Côte d’Azur – Timo`s Abenteuer bei der Ironman-WM in Nizza
Die Teilnahme an der Ironman Weltmeisterschaft in Nizza am 14. September 2025 war für Timo Brückhof (geförderter Sportler der Deutschen Zollsporthilfe) ein ganz besonderes Highlight und gleichzeitig der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Triathlon Saison.
„Schon die Qualifikation beim legendären Ironman Lanzarote – bekannt als einer der härtesten Triathlons der Welt – war ein großer Erfolg und ein Meilenstein auf meinem sportlichen Weg“, berichtet Timo.
Für diese Leistung wurde Timo bereits bei der 18. Deutschen Zollmeisterschaft Baunatal 2025 auf der Bühne vom Ehrenpräsidenten der Deutschen Zollsporthilfe Karl-Heinz Speicher mit einem Pokal, gestiftete vom Ehrenrat der Deutschen Zollsporthilfe, geehrt.
Nun hieß es ab nach Nizza!
Timo berichtet uns von seiner Triathlon-Weltmeisterschaft.
Nur vier Wochen vor der WM in Nizza konnte ich beim Ironman in Kalmar (Schweden) meine persönliche Bestzeit aufstellen. Mit diesem Ergebnis im Rücken war für mich klar: Die Saison ist bereits ein voller Erfolg.
Der Start in Nizza sollte deshalb vor allem ein unvergessliches Erlebnis werden – die einmalige Atmosphäre, die Kulisse an der Côte d’Azur und die anspruchsvolle, zugleich wunderschöne Strecke rund um die Küstenregion von Nizza machten Freude auf ein unvergessliches Rennen.
Das Genießen der Atmosphäre, der Landschaft und des besonderen Moments sollte mein Antrieb für diesen Tag werden.
Der Renntag startete mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang an der Promenade des Anglais. Die Auftaktdisziplin, die 3,8 km Schwimmen im offenen Mittelmeer stellte gleich zu Beginn eine Herausforderung dar. Aufgrund der Wassertemperaturen musste ohne Neoprenanzug geschwommen werden. Das war für mich als nicht ganz so starken Schwimmer eine echte Prüfung (übrigens meine ersten 3,8 km im Wettkampf ohne Neoprenanzug). Umso zufriedener war ich, nach 1 Stunde und 16 Minuten wieder an Land zu kommen – eine Zeit, die deutlich besser war als erwartet.
Die 180 Kilometer lange Radstrecke mit rund 2.500 Höhenmetern verlangte danach alles ab. Die abwechslungsreiche, landschaftlich beeindruckende Strecke führte durch das Hinterland der Côte d’Azur und bot alles, was ein anspruchsvoller Kurs ausmacht. Besonders in den langen, teils technisch anspruchsvollen Abfahrten konnte ich meine Stärken ausspielen, zahlreiche Plätze gutmachen und mich im vorderen Drittel meiner Altersklasse positionieren. Lediglich 5 Stunden 46 Minuten für diesen Kurs war ein starkes Split in der 2. Disziplin.
Beim abschließenden Marathon entlang der Promenade des Anglais machte sich die Belastung der dritten Langdistanz innerhalb weniger Monate deutlich bemerkbar. Aber ich erinnerte mich schnell daran, was mein Motto dieses WM Tages sein sollte „das Erlebnis genießen“. Ein richtig schneller Lauf war nicht mehr möglich – aber das war auch nicht mein Ziel. Stattdessen konzentrierte ich mich darauf, die Stimmung zu genießen, die Emotionen aufzusaugen und die einmalige Kulisse entlang der Küste in mich aufzunehmen und dem Ziel mit jedem Schritt näher zu kommen. Nach 4 Stunden 7 Minuten für den Marathon konnte ich auf den Zielkanal abbiegen.
Der Zieleinlauf unter dem Jubel der Zuschauer, begleitet von der Sonne über dem Mittelmeer, war ein unvergesslicher Moment. Mit einer Zeit von
11 Stunden 17 Minuten und 19 Sekunden
war ich erfolgreicher IRONMAN -WM-Finisher! Ein würdiger Abschluss einer erfolgreichen und emotionalen Saison, bei der nicht die Trainingsstunden und Bestzeiten im Vordergrund standen, sondern das Erleben besonderer und schöner Wettkampfereignisse!